Pflegeversicherung

SATT SAUBER TROCKEN

Die gesetzliche Pflegeversicherung ist nur als „Teilkaskoversicherung“ angelegt, d.h. der Staat beteiligt sich immer nur zu einem festgelegten Teil an den Kosten. Warum eigentlich? Die gesetzliche Pflegeversicherung, bzw. das „Gesetz zur Sozialen Absicherung des Risikos der Pflegebedürftigkeit“, wie es formal heißt, wurde analog dem gesetzlichen Rentensystem als Umlageverfahren eingeführt, um das Pflegerisiko sozial abzusichern. Das heißt, die aktuellen Beitragszahler finanzieren die aktuellen Pflegebedürftigen. Und ähnlich wie es in der gesetzlichen Rentenversicherung trotz steigender Rentenbeiträge kein steigendes Rentenniveau mehr geben wird, muss man auch in der gesetzlichen Pflegeversicherung realistisch bleiben. Steigende Beiträge werden in erster Linie dazu genutzt, den großen Mangel an Pflegekräften zu reduzieren, was wichtig und richtig ist, denn qualifizierte Pflegekräfte sorgen dafür, dass es den Pflegebedürftigen besser geht. Für eine Erhöhung der finanziellen Leistungen gibt es eher weniger Spielraum – zumal die Zahl der Pflegefälle in Zukunft steigen wird.

 

Gute Pflege ist teuer

Unter dem folgenden Link können Sie sich die Kosten der Dienstleister in Ihrer Nähe im ambulanten und stationären Bereich anschauen:

https://www.pflege-navigator.de/

Staatliche und gewünschte Leistungen klaffen meist weit auseinander. Die finanzielle Lücke müssen Sie selbst aus Ihrem Einkommen oder Ihrer Rente bestreiten.

Wenn die eigenen Einkommensverhältnisse nicht ausreichen, kommt keinesfalls automatisch die Allgemeinheit dafür auf. Im Gegenteil: Sie müssen erst ihre Ersparnisse und Vermögenswerte aufbrauchen, also im Extremfall

● Ihr Haus verkaufen oder beleihen (laut § 90 SBG XII ist das gesamte verwertbare Vermögen des Gepflegten einzusetzen).

● Ihr Partner wird zur Begleichung der Kosten herangezogen(nach § 1608 BGB Haftung des Ehegatten bzw. Lebenspartners).

● Kinder haften für ihre Eltern: Der § 1601 BGB regelt eindeutig die Unterhaltspflicht von Verwandten in gerader Linie. Das heißt, auch die eigenen Kinder (ggf. zusammen mit ihren Ehegatten/Lebenspartnern) können zur Zahlung der Pflegekosten herangezogen werden, wenn ihre Freibeträge ausgeschöpft sind.

Private Finanzvorsorge für den Pflegefall schützt Ihre Vermögenwerte und ggf, die ihres Partners bzw. Kinder. Sprechen Sie uns an und wir suchen gemeinsam die für Sie passende Lösung.